Weihnachtskonzert der Realschule Peißenberg

"Frieden ist da, wo das Glück zuhause ist."

Mit diesen Worten beendete Religionslehrerin Iris auf der Heide ihre kurze Rede in der St. Barbara-Kirche, in der sie die Gedanken und Wünsche der Schülerinnen und Schüler der Klassen 9b unc 9c zum Thema "Frieden" zusammengefasst hatte. Kein Wunder also, dass die Atmosphäre beim Weihnachtskonzert der Realschule Peißenberg mehr als friedlich war, denn sowohl in der Kirche als auch nachher beim gemütlichen Zusammensein in der Aula herrschte bei allen Beteiligten fast schon ausgelassene Stimmung.

So sah man in der Aula ausnahmslos strahlende Gesichter, egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern oder Lehrer, jeder hatte seinen Spaß. Da waren die zufriedenen Schülerinnen und Schüler von Frau Englmeier, die Gemüsesuppe in selbst getöpferten Schalen verkauften, die im Kaufpreis inklusive waren. Da waren die fleißigen Crêpes-Macher, die die hungrigen Mäuler mit der französischen Spezialität versorgten. Da war der Elternbeirat, der Hot Dogs und belegte Sandwiches an die Eltern und Lehrer verkaufte. Und wer noch etwas Leckeres für zuhause haben wollte, konnte sich beim Stand von Frau Liska und ihren Schülern mit Teigmischungen für Schoko-Cookies eindecken. Nicht zu vergessen natürlich der Glühwein, der die Schulfamilie wieder aufwärmte.

Diese war aufgrund der kühlen Temperaturen in der St. Barbara-Kirche auch nötig, wobei sich alle Beteiligten des Weihnachtskonzertes zuvor alle Mühe gegeben hatten, um die Kälte in dem Gotteshaus zu vergessen. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Instrumentalstücken, besinnlichen Reden und natürlich vor allem den Auftritten der verschiedenen Chöre, wurde den knapp 300 Zuschauern nie langweilig. Dabei wurde das Motto des Weihnachtskonzerts "… und Frieden auf Erden" in allen Facetten deutlich und zog sich wie ein roter Faden durch den Abend.

Spätestens als Religions- -und Deutschlehrerin Martina Lengger ihre Gedanken zum Thema Frieden den Zuhörern mitteile, wurde die Botschaft des Abends klar. Mit ihrem modernen Psalm machte sie auf unsere teilweise absurde Welt aufmerksam, in der für Waffen und Bomben oftmals mehr Geld als für Nahrung und hungernde Menschen ausgegeben wird. Sie verurteilte unsere derzeitige Rohstoffverschwendung und appellierte an unsere Verantwortung für spätere Generationen. Doch zum Abschluss ihres Psalms ließ sie ihre Zuversicht für eine positive Zukunft erkennen. Es mache ihr Mut, all die jungen Menschen zu sehen, die unabhängig von Konfession und Herkunft friedlich miteinander die Zukunft gestalten wollen.

Da passte natürlich das anschließende Lied des Lehrerchors "Salamu Mama Maria" wie der sprichwörtliche Deckel auf den Topf, denn mit dem afrikanischen "Ave Maria" wurde deutlich gemacht, dass das christliche Gedankengut des friedlichen Miteinanders auf allen Kontinenten zu finden ist. Auch „Heal the world“ des großen Chores unter der Leitung von Musiklehrerin Andrea Amann ließ die Botschaft des Abends mehr als deutlich werden. Schließlich wird darin aufgefordert, die Welt zu einem besseren Ort für dich, für mich und für die gesamte Menschheit zu machen.

Als dann noch das Licht in der Kirche ausgeschaltet wurde und Sozialwesen-Lehrerin Elisabeth Gleißner eine Geschichte erzählte, in der das Licht einer Kerze wichtiger als Reichtum ist, wurde allen bewusst, dass es nicht viel braucht, um gemeinsam in eine bessere Zukunft zu starten. Spätestens als diese Kerze in die Mitte des Ganges getragen wurde und der Chor "This little light of mine" sang, erfuhr die besinnliche Stimmung ihren Höhepunkt.

Zum Abschluss wurden dann noch die Klassiker "So this is christmas" und "Thank god it´s christmas" gesungen, wobei der Chor mit selbst gebastelten Schildern die Zuschauer zum Mitsingen des Weihnachtssongs von Queen aufforderte. Währenddessen wanderten zwei Spendenkörbchen durch die Reihen. Diese Spenden gingen zu gleichen Teilen an die SOS Kinderdörfer und die integrative Hilfe des Handballvereins. Ganz am Ende wurde noch einmal "This little light of mine" gesungen. Danach folgten alle aus der Kirche dem Lichterweg in die Aula, den der Elternbeirat ausgelegt hatte. Alle hatten den richtigen Weg in eine hoffentlich friedliche Zukunft gefunden.