Herrn Thefelds Amtseinführung

Schulleiter Armin Thefeld wurde am Donnerstag feierlich die Urkunde vom Ministerialbeauftragten für die Realschulen im Aufsichtsbezirk Oberbayern West, Ernst Fischer, überreicht. In der Aula der Realschule Peißenberg waren neben dem Kollegium zahlreiche Ehrengäste anwesend: Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni und die Direktoren der Realschulen aus Penzberg und Weilheim sowie der Grund- und Mittelschule Peißenberg. Natürlich waren auch Vertreter des Elternbeirats, des Fördervereins sowie die Schülersprecher der Realschule da.

Den Beginn der Feier übernahm Andrea Jochner-Weiß, die in ihrer Rede den neuen Peißenberger Schulleiter als „Superman“ bezeichnete. Damit griff sie die letzten gesungenen Worte des Chors I unter der Leitung von Andrea Amann auf. Die Fünft- und Sechstklässler hatten den Song „Supergirl“ von Reamonn vorgetragen und bei der letzten Wiederholung des Refrains anstatt „Supergirl“ „Superman“ gesungen und dabei auf den neuen Schulleiter der Realschule Peißenberg gezeigt. Frau Jochner-Weiß betonte in ihrer Rede, dass die Persönlichkeitsentwicklung bei Schülern einen sehr wichtigen Stellenwert einnimmt, und dies vor allem durch Beständigkeit erzielt werden kann. Diese Beständigkeit attestierte sie Herrn Thefeld, denn durch seine langjährige Tätigkeit im Landkreis, bis zum 01.August 2017 war er Konrektor an der Realschule Weilheim und zuvor war er bereits in der Schulleitung an der Realschule Peißenberg tätig, arbeitet er seit Jahren vertrauensvoll mit dem Landkreis zusammen. Zum Abschluss ihrer Rede wies die Landrätin darauf hin, dass das schulische Geschehen in das Landkreisleben integriert werden müsse.

Nach einem Auftritt des Chors II mit den Schülerinnen und Schülern der 8. – 10. Jahrgangsstufe, schritt der Ministerialbeauftragte für die Realschulen im Kreis Oberbayern West ans Rednerpult. Herr Fischer übergab Herrn Thefeld zu dessen Amtseinführung nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Regenschirm. Dieser Regenschirm solle als Symbol für den Schutz stehen, den Herrn Thefeld durch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten und des Kultusministeriums genießen wird. Unter dem aufgespannten Schirm ermutigte Herr Fischer den neuen Direktor dazu, neue Wege mit den Kollegen zu betreten, selbst wenn es draußen regnet, stürmt oder hagelt.

Nachdem er den Schirm wieder geschlossen hatte, wies er darauf hin, dass ein Schirm einen Schirmständer benötigt um stehen zu können. Dieser Schirmständer, die Unterstützung, ist im übertragenenn Sinne die Schulgemeinschaft, bestehend aus den Lehrern, Eltern und Schülern, die gemeinsam das Schulleben bestimmen. Zudem ist Bildung ein Schutz für die Schüler, sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden, betonte der Ministerialbeauftragte, der diese Behauptung mit einem auf dem Regenschirm aufgedruckten Zitat untermauerte: „Bildung beschirmt“. Unter dem aufgespannten Schirm überreichte er Herrn Thefeld die offizielle Ernennungsurkunde und wünschte ihm viel Erfolg für seine Tätigkeit. Bevor alle Gäste das Buffet stürmen durften, das Lehrerin Valerie Tröndle gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Catering vorbereitet hatte, dankte Herr Thefeld allen Beteiligten und stellte seine Kernpunkte einer guten Bildung vor. Dazu gehören behutsame Reformierungen und die Vermittlung sozialer Kompetenzen. Allerdings dürfe die Vermittlung dieser Kompetenzen nicht in einem Konflikt mit der Vermittlung von Fachwissen enden, sondern beide Aspekte müssten gleichwertig berücksichtigt werden. Zudem müsse den Schülern der richtige Umgang mit den Medien näher gebracht werden, wobei er explizit darauf hinwies, dass digital nicht immer besser sei, obwohl er selbst ein großer Fan digitaler Medien sei. Lernen müsse nachhaltig sein, so Herr Thefeld, der zwar einerseits betonte, Schule müsse Spaß machen, aber nicht um jeden Preis. Manchmal müsse man mit Schülern diskutieren und ihnen Konsequenzen und Grenzen aufzeigen, auch wenn dies der pädagogisch schwierigere Weg sei. Einen großen Stellenwert spiele in seiner Arbeit die Vermittlung von Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Toleranz, was allerdings nur funktionieren könne, wenn Schulleitung und Kollegium den Schülern als gutes Beispiel vorangehen. Zum Abschluss seiner Rede fasste er seine Aufgabe wie folgt zusammen: Die Meinungen aller Beteiligten der Schulfamilie müssen von ihm gebündelt und strukturiert werden, um das Beste für die Schülerinnen und Schüler herauszuholen. Damit ihm dies auch gelingen möge, überreichte ihm der Personalrat um Frau Holzheu, Frau Greinwald und Frau Grabinger eine Überlebenskiste. Diese Kiste enthielt so wichtige Utensilien wie Brillenputztücher für den richtigen Durchblick, Kreide (falls die Technik einmal versage), Schokolade für die Nerven, Batterien für den leeren Akku, ein Maßband (um das richtige Maß zu halten), Luftballons („um mal Luft abzulassen“), einen Ersatz-Geduldfaden, einen Entspannungstee (einerseits um gelassen zu bleiben, andererseits um gelassen Verantwortung abgeben zu können) und natürlich Traubenzucker und Müsliriegel. Nach dem Ende des offiziellen Teils versammelten sich die knapp 60 Gäste in der Aula der Realschule Peißenberg und unterhielten sich in der zwanglosen Atmosphäre.