Tag der offenen Tür

"Just enjoy the show" – Unter diesem Motto eröffnet der Schülerchor unter der Leitung von Frau Ammann den Tag der Offenen Tür der Realschule Peißenberg. Knapp 100 Eltern und Kinder lauschen in der Aula dem Song der Künstlerin "Lenka". Am Eingang stehen Selin aus der 6b und David aus der 6b, die an ihre zukünftigen Mitschülerinnen und Mitschüler Namensschilder verteilen, die mit Wäscheklammern, auf den "Willkommen" steht, an der Kleidung befestigt werden.

Beratungslehrerin Frau Knissel begrüßt die Eltern und gibt Orientierungshilfe. Die Atmosphäre in der Aula ist entspannt und gelöst, was unter anderem an der großen Kuchenauswahl liegt, die von den Schülerinnen der Sozialwesenklassen angeboten wird. „Der Erlös aus dem Kuchenverkauf wird dem Kindergarten St. Barbara gespendet“, so die Initiatorin des Kuchenverkaufs, Sekretärin Frau Knobloch. Daneben verkauft der Elternbeirat Wiener mit Semmeln und Getränke. Zwischen dem Schulchor und dem Elternbeirat fällt sofort ein kleiner Tisch mit einer Plasmakugel und einem schwebenden Globus ins Auge. Hier hat sich Lehrerin Fr. Schuster positioniert, die Werbung für die Forscherklasse der Realschule Peißenberg macht, ein Projekt, welches nächstes Jahr erstmalig angeboten werden soll. „Die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse haben anstatt 29 Stunden dann 30 Stunden Unterricht pro Woche“, so Direktor Detlef Zimmermann. „Im ersten Halbjahr versuche ich, die Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche Phänomene heranzuführen“, ergänzt Mathematik- und Physiklehrerin Frau Schuster. Im zweiten Halbjahr wird dann Biologie-Lehrer Herr Emmrich mit der Forscherklasse mikroskopieren, wobei in dieser Extra-Stunde keine Noten vergeben werden. Genauso wird bei der für das Schuljahr 2017 / 2018 neu angedachten Musikklasse verfahren, bei der die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Ammann eine Stunde mehr Musik haben werden. „Die Kinder sollen in dieser Unterrichtsstunde vor allem singen und musizieren“, so beschreibt Musiklehrerin Frau Ammann das neue Konzept. Neben der Forscher- und der Musikklasse wird es auch eine Sportklasse geben, so Sportfachschaftsleiter Markus Brennauer. Es gibt aber auch weitere Neuerungen an der Peißenberger Realschule, über die die Eltern der zukünftigen Schüler am Tag der Offenen Tür informiert werden. So wird Biologie-Lehrer Herr Emmrich nicht müde, immer wieder daraufhin zu weisen, dass die Schule nächstes Jahr zwei neue, komplett ausgestattete Biologie-Lehrsäle erhalten wird. Heute muss er die Eltern noch im alten Biologiesaal empfangen, wo die Kinder lebende Kaninchen, Farbmäuse, Wellensittiche, Meerschweinchen, Fische und die Attraktion schlechthin, ein Haubenhuhn, aus nächster Nähe betrachten können. „Vorher hat das Haubenhuhn den Wassereimer umgeworfen, da war richtig Action“, so Herr Emmrich. Action für die Eltern und deren Kinder war auch im brandneuen Chemiesaal geboten, in dem Frau Dormann mit Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse die Viertklässler zu einem Zauberlehrling-Führerschein führte. So durfte z.B. der 9-jährige Maxi, angeleitet von Michael aus der Klasse 9d, seinen Namen mit Zitronensaft auf seinen Führerschein schreiben, der aber erst über einer Flamme sichtbar wurde. An einer anderen Station zeigte der 14-jährige Simon den anderen Viertklässlern, wie man mit Hilfe der Flammenfarbe erkennen kann, welches Element hier gerade brennt: „Strontium führt zu einer roten, Cäsium zu einer violetten, Kupfernitrat zu einer grünen und Natriumchlorid zu einer orangen Flamme“, so der Neuntklässler. Zeitweise tummelten sich bis zu 30 Eltern und Kinder in dem Chemiesaal, sodass sich teilweise kleine Anstellschlangen bildeten. Noch größer war der Andrang bei der Aufführung der Theatergruppe unter der Leitung von Frau Holzheu, die mit 15 Schülerinnen und Schülern aus den fünften bis siebten Klassen das Stück „Osterwettkampf der Waldtiere“ präsentierte. Knapp 100 Zuschauer sahen im Musiksaal die rührende Geschichte des Osterhasen Hasenfuß, der bei verschiedenen Wettkämpfen immer den letzten Platz belegte. Traurig von diesen Misserfolgen  rannte er tief in den Wald, wo er von der weisen Eule getröstet wurde, die ihm klar machte, dass man nicht erfolgreich sein muss, um von anderen geliebt zu werden, denn „Liebe ist gratis“. Als ihn dann schließlich seine Familie im Wald fand und ihm erzählte, dass sie ihn vermisst haben, glaubte er der Eule und zog glücklich von dannen. Nach dem großen Applaus der Zuschauer verschenkten die Darsteller noch kleine Schoko-Lutscher an die jungen Zuschauer und Frau Holzheu wies daraufhin, dass sich die Schauspielgruppe jeweils am Donnerstagnachmittag trifft. Regelmäßig treffen sich auch die Schulsanitäter, die wie jedes Jahr ein Quiz veranstalteten, wobei jeder Teilnehmer mit einem kleinen Geschenk belohnt wurde. So mussten die Viertklässler unter anderem beantworten, wie die Notfallnummer lautet oder in welchem Rhythmus die Herz-Lungen-Wiederbelegung verläuft. Kilian aus der 7b korrigierte die Fragebögen und stellte erstaunt fest, dass die Grundschüler schon erstaunlich gut Bescheid wissen. Ein paar Meter weiter den Gang entlang präsentierten sich die vielen einzelnen Fachschaften, wobei vor allem der Andrang bei den Franzosen sehr groß war, was natürlich vor allem daran lag, dass der Geruch von frischgemachten Crêpes aus dem Klassenzimmer die Gäste anzog. „Den Erlös aus dem Verkauf verwenden wir für unsere Straßburg-Fahrt im nächsten Jahr“, so Fachschafts-Vorsitzende Nadine Oeffling-Ekinci, die gerade erst vorgestern von der England-Exkursion der achten Klassen zurückgekehrt war. Kaum hatte man die Glastür daneben geöffnet, wurde der Crêpes-Geruch durch den Duft frisch gemachter Pizza überdeckt. In der top ausgestatteten, gerade erst zwei Jahre alten Schulküche, hatte Frau Tröndle mit ihren Hauswirtschaftsschülern insgesamt sechs Kilogramm Mehl zu kleinen Pizzastücken verarbeitet, die kostenlos verteilt wurden. Schon 50 Minuten vor dem Ende der Veranstaltung waren bereits sämtliche Pizzen weg. Eine Menge los war auch die ganze Zeit über in der Turnhalle, die die Eltern und Kinder über einen Verbindungsgang erreichen konnten. Hier präsentierten sich Frau Kern mit ihren Fünftklass-Tutoren und die Fachschaft Sport. So spielten die Tutoren – allesamt Schülerinnen und Schüler aus den zehnten Klassen – mit dem Realschul-Nachwuchs, andere Viertklässler nutzten die aufgebauten Tischtennisplatten oder schnappten sich ein paar weiche Hallenfußbälle. Damit konnten viele von ihnen schon einmal die „bewegte Pause“ miterleben, die es den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zweimal pro Woche ermöglicht, sich nach Lust und Laune in der Turnhalle in der großen Pause auszutoben. Naturgemäß ruhiger war es in der neu eingerichteten Schülerbibliothek, die sich unter der Leitung von Frau Kliegel mit ihren mehr als 2.000 Büchern den Kindern präsentierte. Gleich nebenan durften die Kleinen bei Frau Englmeier töpfern und die Kunstwerke der Realschüler bewundern, wobei vor allem die Hundertwasser-Häuser der Klasse 5b, gebastelt aus Schuhkartons und Papprollen, ins Auge stachen. Für die Technikfans hatten die Physiklehrer Herr Brand und Frau Mohr ein spektakuläres Experiment vorbereitet. So zeigten sie den faszinierten Zuschauern einen kleinen Kasten, der die Musik von Herr Brands Handy in einen Laserstrahl verwandelte. Dieser Laserstrahl wurde von einem anderen Kästchen empfangen, welches den Laserstrahl zurück in die Musik verwandelte, sodass man nun hören konnte, dass Herr Brand wohl Fan von klassischer Musik ist. Selbst Hand anlegen konnten die 9-Jährigen im großen IT-Saal der Realschule, wo sie selbst unter der Anleitung von Frau Furtner und Herr Link spielerisch an das Programmieren mit Hilfe des Programms „Scratch“ herangeführt wurden. In der Aula präsentierten sich zudem noch die „Fang-Ned-O-Tutoren“, die Schulmedienscouts und die „Schüler-helfen-Schüler-Tutoren“. Kurz vor 18 Uhr, als sich die Gänge deutlich leeten und in der Aula die letzten Kuchenstücke verkauft wurden, informierten sich immer noch einige Eltern an den Infoständen in der Aula, denn schließlich startet die Anmeldung für das nächste Schuljahr bereits am Montag, den 08.Mai. Weitere Informationen zur Anmeldung und zur Realschule Peißenberg selbst erhalten Sie hier auf unserer Website, per Telefon (08803 / 728) oder natürlich jederzeit in der Schule selbst.