Wer ist heute mit dem Kochen dran?

Studienfahrt der 10b in die Toskana

Nachts um Eins vor der Realschule: Schülerinnen und Schüler, zwei Lehrer, viele Eltern, ganz schön laut - die Klasse 10b bricht in die Toskana auf!

Im Bus sitzen bereits 20 andere Schüler mit ihren Lehrern aus Hannover, die seit unfassbaren zehn Stunden unterwegs sind. Die letzten Ausweise werden begutachtet, Küsschen ausgetauscht, Gepäck verstaut…
Am nächsten Morgen kommen wir trotz einiger Wirrungen des Busfahrers am Campingplatz an. Dass die andere Klasse ein Hotel bewohnt, stört uns nicht sonderlich, schließlich genießen wir die Freiheit, freuen uns über die kleinen Hasen und unsere doch recht annehmlichen Bungalows. Auch die Gegend gefällt uns. Durch eine Art Dschungel gelangen wir ans Meer, es gibt Einkaufsmöglichkeiten, immer genug zu sehen (an der Straße) und einige andere Schülergruppen, natürlich alle deutschsprachig.

Nun geht es ans Eingemachte: Wir haben ausgemacht, dass jeweils eine Gruppe die ganze Klasse mit Abendessen versorgt. Es funktioniert hervorragend. Mit Spaghetti und gleich zwei verschiedenen Soßen verbringen wir den ersten Abend und verschwinden rasch ins Bett. Die andere Gruppe hat nämlich beschlossen, bereits um 7.00 Uhr Richtung Florenz zu fahren, juhu!

Dienstag: Florenz, anfangs bewölkt, dann klart der Himmel auf - geht doch! Während die Stadtführerin nach Worten sucht, schweifen wir mit den Blicken und Gedanken ab. Herrlich, die schönen Gebäude und die wunderbaren Skulpturen, beängstigend dagegen das rege Treiben, die unterschiedlichen Straßenhändler und die vielen Menschen! Irgendwie sind wir dankbar, wieder im Bus zu sitzen. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang und dem gschmackigen Curry der zweiten Kochgruppe wird gespielt und bald geschlafen.

Heute, am Mittwoch, ist Lucca auf dem Plan. Eine beschauliche Stadt mit hübschen Plätzen und Geschäften wartet darauf, von uns erkundet zu werden. Zunächst muss jedoch ein Referat gehalten werden, das uns noch einmal die Toskana mit Worten und Zahlen näher bringt. Kleine Regengüsse können uns nicht davon abhalten, uns diese süße Stadt genauer anzuschauen. Auf dem Campingplatz haben heute die Herren das Regiment übernommen und überraschen uns mit Champignon-Rahm Soße. Wir sind begeistert. Auch heute vertreiben wir uns die Zeit mit Spielen, vor allem der Werwolf hat es uns angetan.

Der nächste Tag, Donnerstag, führt uns nach Pisa. Referat und Stadtführung machen bald klar: Pisa hat weit mehr zu bieten als seinen schiefen Turm! Wir lernen eine Studentenstadt kennen, die nur so von jungen Leuten, Filmsets und prachtvollen Geschäften wimmelt. Die unangenehmen Seiten der Touristenattraktion bekommt Herr Brunner zu spüren, am Platz mit dem meisten Getümmel werden ihm Scheine aus der Tasche geklaut…:(

Die letzte Kochgruppe bereitet heute Gnocci und Salat vor, mhh, lecker! Etwas Wehmut begleitet diesen Abend, schließlich müssen wir an die Abfahrt denken. Erneut gibt es den Werwolf, der immer wieder für kleinere Streitereien sorgt, gell?

Der letzte Tag ist gekommen. Die letzen Koffer werden gepackt, die Zimmer überprüft, das Gepäck zunächst verstaut, denn schließlich wollen wir heute den Ort Viareggio unsicher machen. Dazu nehmen wir den Linienbus, der sich als sehr klein und äußerst unpünktlich herausstellt. Regen und das gemeinsam besuchte und nicht wirklich überzeugende Lokal machen den Abschied erträglich. Wir wollen heim!

Um 19 Uhr treten wir die Heimreise an. Was sich anfangs als eher langweilige Busfahrt herausstellt, wird spätestens am Zirler Berg zum Erlebnis: Mitten am Berg wird angehalten um wichtige Teile abkühlen zu lassen, die später wieder irgendwo hingesteckt werden…Jedenfalls sind wir froh, Peißenberg ohne größere Schwierigkeiten zu erreichen.

Herzlichen Dank an Herrn Brunner, der uns mit seinen Italienisch-Kenntnissen jederzeit helfen konnte und immer gute Laune ausstrahlte!