Betriebserkundung der 6C

Wir, die Klasse 6c, waren am 21. März zusammen mit Frau Kliegel bei der Firma Landler in Peißenberg. Im Vorfeld haben wir uns schon Gedanken darüber gemacht, was wir alles zur Organisation und zur Produktion des Betriebes, über die Arbeitsplätze und die Standortfaktoren erfahren möchten.

Die Führung durch die Betriebsräume leitete der Chef selbst, Herr Petregger, ein Metzgermeister aus Tirol, der vor über 20 Jahren den Betrieb zusammen mit dem zweiten Chef, Herrn Andreas Schalk, gründete. Er führte uns durch die Produktionsräume und erklärte uns die einzelnen Produktionsschritte vom Fleisch bis zum fertigen Schinken. Ein wenig gewöhnungsbedürftig war für die meisten Schüler der Geruch nach den Gewürzen, mit denen die Fleischstücke manuell eingerieben wurden.
Das Schweinefleisch, das hauptsächlich aus Österreich kommt und bei dem streng auf artgerechte Tierhaltung geachtet wird, durchläuft etwa elf Produktionsstufen vom Salzen übers Räuchern bis hin zur Verpackung und dem Verkauf. Die Firma achtet auch, z. B. mit dem geschlossenen Rauchkreislauf in der Räucherei, auf die Umwelt. Die Preise werden kalkuliert, das heißt, die Kosten für das Fleisch und die Mitarbeiter sowie die Nebenkosten bestimmen den Endpreis des Schinkens.
Die Firma Landler produziert in Peißenberg, da es dort bereits bestehende Räume von der ehemaligen Metzgerei Killisperger gab und eine EU-Zulassung vorlag. In der Manufaktur Landler arbeiten 18 Angestellte, die dazu keine bestimmte Ausbildung brauchen, da die einzelnen Handgriffe relativ schnell erlernt werden können. Zu ihrem Gehalt bekommen sie einen Mitarbeiterrabatt von 20% auf alle Produkte, die die Firma Landler anbietet. Aber auch gewisse Großkunden erhalten einen Preisnachlass. Die Mitarbeiter kommen alle aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, die meisten sogar aus Peißenberg und arbeiten von 7:00 Uhr morgens bis etwa 16:00 Uhr am Nachmittag. Die Pause verbringen sie gemeinsam im gemütlichen Aufenthaltsraum, in dem auch meist Landler-Produkte aufgetischt werden. Da dort keine typischen Metzgerarbeiten durchgeführt werden, kann man doch leider kein Praktikum und auch keine Ausbildung absolvieren.

Neben dem bekannten Schinken und Speck produziert der Betrieb aber auch alle möglichen Formen von Wurstwaren, Wildspezialitäten und Rinderschinken und verkauft hervorragenden Käse und Hartwürste. Im Anschluss an unsere Führung konnten wir uns selbst von dem besten Geschmack der Landler-Cabanossi und Landjäger sowie vom Bergkäse und den Wienern überzeugen.

Es hat uns viel Spaß gemacht und wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Petregger, der uns so nett empfangen und unsere Fragen so ausführlich beantwortet hat.