Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin ­– 2018

Am 15. Oktober machten sich 77 Schüler und 6 mutige Lehrer auf den Weg nach Berlin-Neukölln. Die Reise startete Montagmorgen um 7:45 Uhr mit zwei Bussen. Die Aufregung bei Schülern und Lehrern war natürlich sehr groß. Unsere erste Station noch auf der Hinfahrt nach Berlin war das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth, auch "little Berlin" genannt. Dort sahen wir uns erst einen Film über dieses kleine, zu DDR- Zeiten geteilte Dorf an. Im Anschluss besichtigten wir das Freigelände mit Mauer. Wir bewegten uns dort, wo es früher auf legale Weise nicht möglich war, von einem Ortsteil zum anderen.

Dann ging es weiter gen Norden. Während der doch sehr langen Fahrt stimmten wir Lieder wie "Berlin City Girl" oder "Berlin, Berlin" an. Schließlich erreichten wir nach elf Stunden unser Hostel 2a in Neukölln. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und gegessen hatten, durften wir in Kleingruppen noch Neuköllner Luft schnuppern – ein wahres Abenteuer.

An unserem ersten richtigen Tag, dem Dienstag, unternahmen wir zunächst eine Stadtführung zu den Sehenswürdigkeiten Berlins, wie dem Brandenburger Tor, der Weltzeituhr oder dem Fernsehturm. Dann hieß es: auf zum Shoppen! Wir machten das "Alexa" und diverse Geschäft rund um den Alexanderplatz unsicher. Besonders gut gefielen einigen die Hackeschen Höfe, da man auf der einen Seite das gepflegte Berlin mit schönen Innenhöfen und auf der anderen Seite zahlreiche Graffiti-Wände mit vielen Plakaten bestaunen konnte.
Am Abend hatten wir dann noch eine Führung im ehemaligen Stasigefängnis Hohenschönhausen. Dort führten uns ehemalige Insassen durch die Gebäude und erzählten uns ihre Geschichten. Diese fesselten und berührten uns ungemein. Bei der Rückfahrt zum Hostel blieb es erschreckend ruhig im Bus und uns wurde allen bewusst, wie wichtig Freiheit und Selbstbestimmung ist.

Der Mittwoch war sehr politisch geprägt. Unsere Busfahrer brachten uns früh morgens zum Reichstagsgebäude. Dort hatten wir um 10:00 Uhr einen Vortrag im Plenarsaal. Kurz darauf trafen wir Herrn Alexander Dobrindt, stellten ihm Fragen und er erzählte uns von seinem politischen Alltag. Nach dieser Gesprächsrunde war der Besuch der Kuppel an der Reihe. Von dort oben konnten wir über ganz Berlin blicken und bekamen einen Eindruck, wie riesig unsere Hauptstadt ist. Zum Mittagessen ging es dann in das Paul-Löbe-Haus. Als wir dieses verließen, kreuzte eine schwarze Limousine mit einer winkenden Bundeskanzlerin Angela Merkel unseren Weg. Ein wahrlich ungeplanter Höhepunkt!

Dann stand ein Besuch im Erlebnis-Europa-Haus an. Dort konnten wir erleben, wie europäische Politik gestaltet wird und wie wir selbst aktiv werden können. 
Am Abend lag dann wieder Aufregung in der Luft. Unser Besuch des Impro-Theaters Paternoster "Dein Held – Deine Geschichte" stand an. Die Schauspieler machten einen hervorragenden Job. Wir lieferten ihnen Ideen und Stichworte, aus denen sie wiederum Geschichten und Szenen entwickelten. Unglaublich, wie blitzschnell und lustig die Schauspieler Geschichten improvisierten.

An unserem letzten Tag besichtigten wir noch die Gedächtniskirche, besuchten den Ku’damm und auch diverse Geschäfte, wie das "Hardrock Café". Außerdem hatten wir einen Vortrag beim BND (Bundesnachrichtendienst). Dort erfuhren wir, wie dieser organisiert ist und arbeitet. Wieder im Hostel, bereiteten wir uns auf den Besuch in der größten Disco Berlins, dem "Matrix", vor. Der Abend entpuppte sich als echtes Highlight, es wurde getanzt, gefeiert und gerockt. 

Die Abschlussfahrt war absolut lohnend und jeder von uns würde jederzeit wieder nach Berlin fahren!
Ein großes Dankeschön an den Organisator Herrn Süßenbach sowie an alle Begleitlehrkräfte!
Es war einfach "MEGA", gell Herr Wittmann!

Hanna Junglas, 10b