Exkursion zum DLR

Mir hat es im Institut für Deutsche Luft- und Raumfahrt sehr gut gefallen. Vor Ort wurden uns insgesamt drei Kurse angeboten und für zwei konnten wir uns entscheiden. Ich habe mich zuerst für das Bauen einer Rakete entscheiden und anschließend für die Messung der Infrarotstrahlung. Bei dem Experiment mit der Rakete wurde zunächst erklärt, wie Raketen funktionieren, also welche Treibstoffe sie benutzen und was sie alles benötigen, um genug Rückstoß für den Flug zu erzeugen.

Welche Unterschiede diese zu einem Flugzeug haben und auch wo die Raketen am besten abzuschießen sind. Danach sind wir rausgegangen und haben unsere Rakete zusammengebaut, bis zur Hälfte mit Wasser befüllt und anschließend mit einer Luftpumpe auf 4 Bar aufgepumpt. Beim zweiten Start haben wir weniger Wasser genommen und beim letzten Mal dann am meisten Wasser, aber mit jeweils dem gleichen Druck, um zu testen, unter welchen Bedingungen der Start am besten ist.

Bei der Messung mit Infrarotstrahlung haben wir zuerst geklärt, wo sie überall auftritt, wer sie zum ersten Mal entdeckt hat und wie. Dann durften wir selber mit der Wärmebildkamera arbeiten, um ein Gefühl für diese zu entwickeln. Wir haben getestet, ob die Strahlung absorbiert oder reflektiert wird oder einfach ohne irgendwelche Verluste durch einen Gegenstand hindurch geht. Auch hier sind wir später raus gegangen, um zum Beispiel zu testen, ob man die Fische in einem Teich sieht oder nicht, welches Auto heißer wird (schwarz oder weiß) und ob man Menschen hinter einem Gebüsch durch Wärme wahrnehmen kann. Nach den Experimenten sind wir dann noch ins GSOC (German Space Operations Center) gegangen, um uns anzuschauen wie die Leute mit der ISS kommunizieren. Wir durften einem Raumfahrer bei der Arbeit zusehen und konnten einen Blick auf den Zeitplan der Astronauten werfen. Zum Schluss standen wir in einer eins zu eins Nachbildung der Kapsel, in der sich die Raumfahrer auf der ISS zumeist aufhalten.

Alina Peter