Eindrücke vom Flughafen

Da staunten unsere Sechstklässler nicht schlecht, als ihnen ein kompetenter Flughafenangestellter bei einer Rundfahrt einiges über den nach Dubai abflugbereiten Emirates Airbus  A380 erzählte:
Länge 80 m, Höhe 25 m, Spannweite 80 m, Startgewicht 580 t, Passagiere 860, Höchstgeschwindigkeit 960 km/h, 310.000 l Kerosin in den Tanks, Reichweite 15.200 km, und das schafft dieser Koloss nach 2900 m Startbahnstrecke, wenn er nach etwa 30 Sekunden mit knapp 300 km/h vom Münchner Flughafen abhebt.

Noch nicht alle Schüler waren je in einem Flugzeug gesessen oder ihm sogar so nahe gekommen wie vor kurzem, als die 80 Schüler bei schönstem Wetter einen besonderen Tag auf dem Flughafengelände erleben konnten. Zunächst ging es nach der Ankunft auf den Besucherhügel, von wo aus sie einen tollen Überblick über das Vorfeld hatten, wo ununterbrochen Flugzeuge aus allen Ländern ankamen oder wieder abflogen. Dass Flugzeuge nicht immer ganz leise sind, davon konnten sich alle überzeugen, und dass es manchmal ein wenig nachTreibstoff gerochen hat, na ja, auch das muss man in Kauf nehmen, wenn man eine Flugreise antritt. Natürlich wollten alle nach der Brotzeitpause wieder nach unten, um den Bus für die Rundfahrt zu besteigen. Das ging jedoch erst, nachdem alle einen Sicherheitscheck durchlaufen hatten und diverse vergessene Artikel (Zirkel, Scheren, Taschenmesser) bei der Security hinterlegt worden waren.

Dann hieß es: spannende 60 Minuten durch das gesamte Gelände des Airports. Wir kamen an der Flughafenfeuerwehr genauso vorbei wie an den riesigen Wartungshallen, wo die Maschinen regelmäßig Sicherheitskontrollen unterworfen werden. Besonders eindrucksvoll waren die großen Flieger, die nach Kanada, die USA oder nach Südafrika abflogen, und an denen wir ganz nahe vorbei fuhren und für das eine oder andere Bild sogar stehen blieben. Auch am Flughafen gelten Verkehrsregeln, die von allen, auch unserem Bus eingehalten werden mussten. Die beiden Piloten einer Lufthansamaschine, der wir einmal die Vorfahrt gewähren mussten, bedankten sich mit einem kräftigen Winken aus der Pilotenkanzel heraus.

Dass am Flughafen immer alles sehr zügig ablaufen muss, erfuhren wir, als unsere Begleiterin erklärte, dass in 45 Minuten das Flugzeug betankt, gereinigt, be- und entladen und mit neuem Essen und Getränken versorgt werden muss. Wie groß die riesigen Düsentriebwerke sind, sahen wir bei einem kurzen Zwischenstopp. Zwei Autos nebeneinander unterzubringen, ist in größeren Turbinen eines Airbus kein Problem.

Auch an einigen Exoten kamen wir mit unseremBus vorbei, z.B. an der Regierungsmaschine des Emirats Brunei, einer Boeing der Air China, einem Thai Jumbo oder einem (im Vergleich dazu) winzigen Polizeihubschrauber. Nach dem Ende der interessanten Rundfahrt ging es wieder zurück zum Besucherhügel und auf den nahe gelegenen Spielplatz, der natürlich ein weiteres Highlight dieses Tages darstellte.