Auf nach England!

Die achten Klassen der Realschule Peißenberg besuchen Englands Südküste.  

Vom 20. Bis zum 25. April fuhren die achten Klassen der Staatlichen Realschule Peißenberg nach Südengland in die schöne Küstenstadt Eastbourne. Die 68 Schüler, die von vier Lehrkräften begleitet wurden, bekamen die Gelegenheit, ihre Englischkenntnisse anzuwenden sowie London und Brighton kennenzulernen.

Am zweiten Donnerstag in den Osterferien gegen 17:30 Uhr war vor der Realschule Peißenberg eine riesige Menschenmasse zu beobachten. Kinder, Eltern, Großeltern, Lehrer, alle warteten gespannt auf die Ankunft des großen Doppeldeckerbusses, der die insgesamt 68 Schüler aus den achten Klassen der Realschule Peißenberg mit ihren vier Lehrern zu einem Blitzbesuch nach Südengland bringen sollte. Nachdem sich die aufgeregten Schüler von den deutlich nervöseren Eltern verabschiedet hatten, machten sich die Reisenden auf zu einer etwa dreizehnstündigen Fahrt zum Hafen von Calais. Von dort aus ging es weiter mit der Fähre zu den wunderschönen Kreidefelsen von Dover, wo die Abenteurer mit typisch englischem Wetter begrüßt wurden. Anschließend mussten sie noch einige Stunden im Bus ausharren, wobei die Fahrt durch England schon viel entspannter war, da sie wussten, dass ihr Ziel bald erreicht war.

Nach zwanzigstündiger Reise war die Gruppe schließlich in Eastbourne angekommen, doch bevor die Schüler ihre Gastfamilien kennenlernten, erkundeten sie zunächst die Küstenstadt und erarbeiteten eine Stadtrallye. Dies half ihnen auch, mit den Engländern ins Gespräch zu kommen und so ihre Englischkenntnisse anzuwenden. Ein Schüler meinte dazu: „Wir stellen fest, dass wir uns mit unseren bisher gelernten sprachlichen Möglichkeiten gut verständigen können und gut zurechtkommen. Wir tauchen langsam tiefer in die englische Sprache ein und stellen fest, dass wir jeden Tag sicherer werden.“ Verständlicherweise waren die Schüler abends sehr erschöpft und freuten sich schon auf ihre Gastfamilien.

Dass sich der englische „way of life“ in einigen Dingen doch sehr vom deutschen Lebensstil unterscheidet, konnten die Schüler bei ihrem viertägigen Aufenthalt in den englischen Familien erleben. So mussten ein paar Schüler erfahren, dass nicht nur das Essen, sondern auch das Verständnis für Hygiene sich manchmal von deutschen Standards unterscheidet. Dafür waren alle Gasteltern äußerst nett, lustig und jederzeit sehr bemüht.

Am nächsten Tag ging es bei kühlem aber immerhin trockenem Wetter in die Weltmetropole London. Eine Schülerin der Realschule meinte: „Ich habe es sofort gemerkt, dass wir in London waren, da uns die typischen rote Busse entgegenkamen.“. Als erstes besuchten sie in Gruppen das Shakespeare´s Globe Theatre. Dort wurde den Jugendlichen von einem jungen Guide etwas über das Theater erklärt und ihre Fragen beantwortet. Später ging es im Bus durch die ganze Stadt. Eine Stadtführerin erklärte und zeigte den Schülerinnen und Schülern einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten dieser fantastischen Stadt – natürlich auf Englisch. Währenddessen konnten die Schüler immer wieder aussteigen, um reichlich Fotos zu machen und um somit dieses Erlebnis lange in Erinnerung zu behalten.

Am Abend ging es für alle wieder früh ins Bett, da die Schüler am nächsten Tag nach Brighton fuhren. Die etwa einstündige Fahrt führte an der Küste entlang. Die Aussicht über die Klippen war atemberaubend und begeisterte die deutschen Schüler und Lehrer. In der Stadt wurde die Gruppe wieder von Stadtführern begleitet, die ihnen erstaunliche Geschichten über die ehemalige Schmugglerstadt an der Südküste Englands erklärte. Doch natürlich kam auch dort die Zeit, die die Schüler zur freien Verfügung hatten, nicht zu kurz. Die meisten liefen ohne Umwege zur Shoppingmeile, um ihre Pfund für Süßigkeiten und Souvenirs auszugeben. Einige Schüler jedoch genossen die Stunden auch am Strand und aßen Fish´n Chips, wobei man immer aufpassen musste, dass einem die gefräßigen Möwen das Essen nicht aus der Hand stahlen. Eine Lehrerin wurde sogar von einer ganzen Schar Vögel angegriffen, als sie ihre Essensreste entsorgen wollte. Auch die Fahrgeschäfte auf dem berühmten Brighton Pier sorgte für eine Menge Spaß.

Nach der Meinung der Schüler gefragt, erklärte Ayline G.: „Ich persönlich fand Brighton schöner, da mir das Meer, die grünen Wiesen und die vielen Schafe fasziniert haben. London fand ich nicht ganz so toll. Ich wollte gern über die Tower Bridge fahren, doch leider haben wir das nicht mehr geschafft. Außerdem war es vor allem wegen des anstehenden London-Marathons am nächsten Tag sehr voll.“

Am Tag danach mussten sich die Anwesenden bereits wieder von ihren Gastfamilien verabschieden. Doch noch vor der Heimfahrt mussten die Schüler ihre Sprachkenntnisse noch beim Sprachunterricht in einer kleinen englischen Sprachenschule unter Beweis stellen. Die sehr netten Lehrer waren begeistert von der Bereitschaft der Schüler, englisch zu sprechen, und lobten sie sehr.  Danach ging es schon wieder zurück nach Hause, wo die Schülerinnen und Schüler bereits sehnsüchtig von ihren Eltern erwartet und freudig in die Arme geschlossen wurden.

Alle Teilnehmer berichteten von einer sehr schönen und gelungenen Sprachreise und tollen Klassenfahrt, die den Schüler vielfältige Eindrücke vermittelte und sicher auch Motivation für den Englischunterricht zuhause geben wird.