Zoorallye

"Wem hat der Zoobesuch gefallen?" Mit dieser Frage verschafft sich Biologie-Lehrerin Elfi Knissel einen Überblick über die Stimmungslage der 46 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5d, die gerade den Bus auf dem Parkplatz des Tierparks Hellabrunn bestiegen hatten. 46 Arme schießen förmlich in die Luft und ein einstimmiges "Gut" erschallt aus den Mündern der glücklichen, wenn auch leicht durchnässten und frierenden Kinder.

Bei 3°C und Schneeregen waren die 86 Fünftklässler der Peißenberger Realschule knapp vier Stunden im Zoo unterwegs gewesen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zu Beginn des Tages in Vierergruppen eingeteilt, wobei jede Gruppe verschiedene Aufgaben zu lösen hatte. „Wir mussten ins Elefantenhaus“, so Calvin aus der 5c. Andere Gruppen mussten zunächst ins Affenhaus, zu den Giraffen oder zu den Eisbären. Natürlich war das neugeborene Eisbaby Quintana für viele Schülerinnen und Schüler das Highlight dieses Zoobesuchs. Kein Wunder also, dass z.B. Sebastian und Nicolas aus der 5a mit ihren Handys vor der völlig verregneten Glasscheibe darauf warteten, dass das kleine Eisbärbaby doch endlich aufwachen möge, damit sie ein tolles Foto von ihm schießen könnten. Doch Quintana und ihre Mutter dachten gar nicht daran, ihren Schlaf zu beenden und schlummerten friedlich vor sich hin. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen hielten sich natürlich viele der Realschüler in den verschiedenen Tierhäusern auf, denn hier war es angenehm war und trocken. Da wurde auch der tierische Gestank, der im neu erbauten Elefantenhaus, bei den Giraffen oder bei den Nashörnern die Tränen in die Augen trieb, toleriert. Im Elefantenhaus war der Geruch besonders schlimm, was die Kinder aber nicht davon abhielt, die Fragen auf der von Frau Knissel neu erstellten Zoorallye zu beantworten. Da wurde z.B. gefragt, was die asiatischen von den afrikanischen Elefanten unterscheidet oder wie viel Kilogramm Futter ein ausgewachsener Elefant vertilgt. Die Antworten dazu fanden die Schülerinnen und Schüler auf den kindgerechten Infotafeln, die neben den Texten auch aufschlussreiche Grafiken und anschauliche Fotos enthielten.

Doch nicht nur reine Textantworten waren gefordert, sondern auch die kreative Seite der Fünftklässler war gefordert. So musste die Eisbärengruppe unter anderem eine Skizze eines Eisbären anfertigen, wohingegen die Elefantengruppe eine Skizze des Freiluftgeheges zeichnen sollte. Sobald die Arbeitsblätter ausgefüllt waren, was in der Regel nicht mehr als 30 – 45 Minuten Zeit in Anspruch nahm, durften die 10 – 12-jährigen Kinder den Zoo in Eigenregie erkunden, wobei sie in ihren Vierergruppen zusammenbleiben mussten. So trafen die Begleitlehrkräfte Frau Knissel, Frau Meininger, Frau Gruber, Herr Emmrich und Herr Brennauer immer wieder auf Schülergruppen, egal ob im Urwaldhaus, in der Vogelvoliere oder im großen Restaurant am Abenteuerspielplatz. Trotz des Schneeregens nutzten die Kinder auch die anderen Angebote im Zoo. "Wir haben all unser Geld für den Zug ausgegeben", so Lena, die Klassensprecherin der Klasse 5d, die völlig durchnässt um kurz vor 12 Uhr mit ihrer Gruppe im Restaurant auftauchte um sich dort kurz auszuruhen. Um 12:45 Uhr trafen sich dann alle Lehrer und Schüler am Flamingo-Eingang des Zoos, wo nach Überprüfung der Anwesenheit noch schnell von Herrn Emmrich verschiedene Gruppenfotos gemacht wurden, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Peißenberg ging, wo bereits um kurz nach 14 Uhr die Eltern warteten um ihre Kinder abzuholen.