10. Türchen

Das brauchst du für diesen Versuch: 

  • durchsichtiger Behälter
  • Taschenlampe
  • Wasser
  • Milch 
 

So führst du diesen Versuch durch:
Fülle das Behältnis mit Wasser und gib einen kleinen Schluck Milch hinzu, damit es sich leicht trübt. Bitte achte darauf, dass du nicht zu viel Milch nimmst sonst funktioniert es nicht! Schalte nun die Taschenlampe ein und halte sie gegen den Behälter. Als Erstes richtest du deinen Blick senkrecht zur Taschenlampe durch das Behältnis. Danach richtest du den Blick direkt in Richtung Lampe. Was kannst du erkennen?  

Warum ist das so?
Wenn du durch den Behälter schaust, wirkt die Flüssigkeit bläulich. Das Wasser schimmert gelblich bis rötlich, wenn du zum Licht der Taschenlampe schaust. Diese Effekte kannst du erkennen, weil die Milch aus Fetttröpfchen besteht. Das Licht der Lampe enthält alle Farbspektren und erscheint deshalb weißlich. Da alle Farben unterschiedliche Wellenlängen haben, werden sie verschieden stark gestreut. Streuen bedeutet, dass das Licht auf die Tröpfchen im Wasser trifft. Je kürzer die Wellen der Farben sind, desto mehr werden sie gestreut. Blaue Wellenlängen sind sehr kurz und werden deshalb viel stärker gestreut als die Farben Gelb oder Rot. 

Aber warum ist jetzt der Himmel blau? Das Licht der Sonne dringt durch die Atmosphäre. Dabei wird blaues Licht von den Teilchen in der Luft (hierbei handelt es sich natürlich nicht nur um Fetttröpfchen) abgelenkt und in alle Richtungen gestreut. Die anderen Farben haben längere Wellen und werden fast nicht gestreut. Das Himmelblau, dass wir sehen ist blaues Licht, das gestreut wird und die anderen Farben dominiert. Aber warum sehen wir dann den Himmel bei Sonnenauf - oder Untergang rötlich? Wenn die Sonne niedrig steht, muss das Licht einen viel weiteren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen. Das blaue Licht wird so stark gestreut, dass am Ende kaum noch davon auf die Erde kommt. Wegen dem längeren Weg des Lichts, werden auch langwellige Anteile, wie Gelb und Rot gestreut und dominieren schließlich.