Der Bundesfreiwilligendienst

Zwei ehemalige Schüler haben sich entschieden, nach ihrem Abschluss ein Jahr dem Bundesfreiwilligendienst zu widmen. Im Sozialwesenunterricht haben Sie diesen vorgestellt.

Zur Zeit absolvieren wir unseren Bundesfreiwilligendienst  in der Herzogsägmühle. In diesem Rahmen müssen wir ein diakonisches Projekt planen und durchführen. Im Rahmen dieses Projektes stellten wir in der neunten und zenhten  Klasse des sozialen Zweiges den Bundesfreiwilligendienst und die Herzogsägmühle vor.

Der Bundesfreiwilligendienst kann nach Vollendigung der Schulpflicht begonnen werden und dauert in der Regel 12 Monate mindestens jedoch sechs und maximal 18 Monate. Neben Taschengeld und Urlaub erhalten die Freiwilligen einen Freiwilligenausweis, eine qualifizierte Anleitung vor Ort, am Ende ein Zeugnis und sind Mitglied in der gesetzlichen  Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
Oft wird der Freiwilligendienst als Überbrückung zum Studium, als Orientierungsjahr oder als Vorpraktikum genutzt.

Herzogsägmühle wurde 1894 gegründet und ist heute eine soziale Einrichtung der Diakonie. In den letzten 120 Jahren entwickelte sich aus vier Bauernhöfen, einer Mühle und einem Gasthaus ein Sozialdorf der Diakonie mit heute über 900 Einwohnern von denen 700 Hilfeberechtigte sind.
Dort haben Menschen die im Leben  benachteiligt sind z.B. durch körperliche oder geistige Behinderung, Suchterkrankung oder auch Arbeitslosigkeit die Möglichkeit,  eine Berufsausbildung zu machen  sowie Förder-, Therapie-, und Bildungsangebote zu erhalten.
Es gibt dort die verschiedensten Arbeitsbereiche, vom Bäcker und Konditor bis zum Frisör, Gärtner, Maler, Metzger und KFZ-Mechaniker. In Herzogsägmühle gibt es elf Fachbereiche und somit für jeden Hilfebedarf die richtige Einrichtung.
Einmal im Jahr findet ein Treffen mit allen Freiwilligen in der Herzogsägmühle statt, hier sind der Direktor, Referenten des Diakonischen Werkes Bayern und des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben anwesend.
In der Herzogsägmühle kann der Bundesfreiwilligendienst in jedem Fachbereich absolviert werden: In der Behindertenarbeit,  in Kindergärten, im Altersheim, in den Werkstätten, mit seelisch und Sucht-Kranken, in der Jugendhilfe oder auch im handwerklichen Bereich.

Wir machen unseren BFD im Kinderhaus Polling sowie im ambulant begleiteten Wohnen für psychisch und Sucht-Kranke, Weilheim.
Die Tätigkeiten im Kinderhaus sind: Kinderbetreuung, Wickeln, Wäschedienst und die Spielezeit am Nachmittag.
Im ambulanten Wohnen für Menschen mit seelischer Erkrankung und Suchterkrankung sind es wiederum: Fahrdienste mit Klienten, Begleitung zum Arzt, hausmeisterliche Tätigkeiten, Bürotätigkeiten, Einkaufsfahrten, Ausflüge und Freizeitangebote für die Klienten, die Teilnahme an  Dienstbesprechungen und der Austausch mit Kollegen/innen aus der Region.
Jeder Freiwillige hat die Möglichkeit, durch Hospitationen andere Bereiche und Angebote in Herzogsägmühle kennenzulernen.

Falls wir euer Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst geweckt haben, könnt ihr euch im Personalreferat der Herzogsägmühle unter 08861/219-140 melden.
Ein großes Dankeschön nochmals an Fr. Gleißner, dass wir das Projekt in zwei Sozialwesenklassen vorstellen durften.

Famke Janssen und Alexander Lauß